Das Projekt

Im Jahr 2011 stellte Frau Aziza der Gemeinde das Nasike-Memorial-Hospital-Projekt erstmals vor.

Das Projekt soll innerhalb von zwei Jahren fertig gestellt werden. Ein Projektkomitee und der Architekt werden das Projekt leiten. Niedrige Zuzahlungen der Patienten zu allen Behandlungen sollen das Projekt nachhaltig finanzieren.
Kontrolle und Evaluierung erfolgen vierteljährlich. Die dabei erstellten Berichte werden den Spendern und Anteilseignern zugeschickt. Die Kontrolle erfolgt durch das Projektkomitee und die Abteilungsleiter anhand von Aufzeichnungen und mündlichen Befragungen. Gemeinsam mit ihr nahestehenden Gruppen übernimmt die Gemeinde alle Aufgaben in Zusammenhang mit der Projektausführung. Die Gemeinde sorgt für die Berichte an die Spender. Die endgültige Evaluierung erfolgt während der Projektlaufzeit, um die Auswirkungen des Projekts festzustellen.

Nasike Hospital Bungoma Kenia Afrika

 

Die Projektziele

Ziel des Projekts ist es, die Mitglieder und die Gemeinde zu ermutigen, in Einkommen schaffende Aktivitäten zu investieren und sie dabei zu unterstützen.
Gemeindearbeiter, Bauern, Schüler und Studenten, die zu Behinderten wurden, brauchen Rollstühle, um sich schneller und bequemer fortbewegen zu können, weiße Stöcke, um besser erkannt zu werden, sowie Physiotherapie und anderes, das ihnen das Leben erleichtert.
Die Bedrohung durch Malaria aufgrund größerer Brutgebiete, die zunehmende Bevölkerungsdichte, der niedrige Lebensstand, sowie fehlendes medizinisches Wissen und mangelnde persönliche Hygiene haben zu einer hohen Säuglings- und Kindersterblichkeit und zu einer hohen Krankheits- und Sterblichkeitsrate unter Erwachsenen in dem Gebiet beigetragen.
Das geplante Projekt des Nasike Memorial Hospital soll folgende Dienstleistungen anbieten:

• Vorsorge und Behandlung
• Vermittlung von medizinischen Grundkenntnissen und von Wissen über persönliche Hygiene
• Kenntnisse und Fertigkeiten bezüglich Ernährung
• Beseitigung von Stigmatisierungen
• Allgemeine Gesundheitserziehung und entsprechende weitere Maßnahmen zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation in der Gemeinde

Folgende Krankheiten sind in dem Gebiet weit verbreitet:

• Diabetes
• Typhus
• Tuberkulose
• HIV/AIDS
• Diarrhö
• Akute Atemwegsinfektionen
• Harnwegsinfektionen
• Hautkrankheiten
• Anämie
• Krebs
• Lungenentzündung
• Knochenbrüche
• Malaria
• Hernien
• Schlaganfälle
• Sinusitis

Da es in der Gegend keine medizinische Einrichtung gibt, können viele dieser Krankheiten weder verhindert noch behandelt werden. 48% der Patienten, die an diesen Krankheiten leiden, sterben auf dem Weg zum 80 km entfernten Überweisungskrankenhaus von Eldoret. In der Gegend gibt es außerdem eine hohe Zahl an Frühschwangerschaften, von Müttern im Teenageralter und ein hohes Risiko der Infektion mit HIV/AIDS. Aufgrund der mangelnden medizinischen und psychologischen Beratung, leiden die davon betroffenen Patienten oft psychisch so sehr, dass sie schließlich Selbstmord begehen.

Den Gemeindemitgliedern soll die Möglichkeit geboten werden, in Seminaren, Schulungen, Konferenzen und Workshops neue landwirtschaftliche Techniken zur Maximierung der Nahrungsmittelproduktion, sowie Kenntnisse und Fertigkeiten in Zusammenhang mit Gesundheitsfragen, Wasser, Abwasser- und Abfallentsorgung, HIV/AIDS-Bewusstsein, Infektionsvorbeugung und -kontrolle, Umweltschutz und sanitären Anlagen zu erlernen.

Durch die Bereitstellung der entsprechenden medizinischen Einrichtungen soll die Gesundheit innerhalb der Gemeinde sowohl durch präventive als auch kurative Maßnahmen verbessert werden.